Was für ein Spiel, was für Emotionen, was für eine Hühnerhaut-Stimmung in der ausverkauften PostFinance-Arena! Dank einem herrlichen Tor von Rüthemann in der Verlängerung konnte der SCB das erste Spiel im Playoff-Final mit 3:2 für sich entscheiden. Es war ein verdienter Sieg für die Berner, auch wenn 10 Minuten vor Schluss alles noch an einem seidenen Faden hing.
Beide Teams waren von Beginn an hoch konzentriert und versuchten jegliche Fehler zu vermeiden. Das Spiel kam zwar etwas mühsam in die Gänge, doch setzte der SCB in den ersten 10 Minuten trotzdem die Akzente. 2 Riesenchancen konnten die Mutzen nicht verwerten. Genf, eine perfekt organisierte Mannschaft, kam ab der 10. Minute auch besser ins Spiel. Die Genfer orientierten sich aber mehrheitlich auf "Defense first" und konterten selten gefährlich.
Im zweiten Drittel gaben sich die Finalisten weiterhin kaum Raum. Der SCB war mehr in Scheibenbesitz, doch die Genfer konnten sich immer öfter vom Druck befreien. Es brauchte einen Knaller von Vigier um in der 39. Minute das Score zu eröffnen. Sein Schuss schlug wie eine Granate in das von Stephan hervorragend gehütete Tor ein. Mit dieser verdienten Führung für den SCB ging es in die zweite Pause.
Die Spannung im Schlussdrittel stieg dann nochmals massiv an. Erst schockte Trachsler die Berner mit seinem Ausgleich in der 42. Minute. Der SCB schien den Gegentreffer jedoch gut zu verarbeiten und übernahm wieder das Spieldiktat. Und dann passierte der Albtraum pur: In der 50. Minute entwischte Suri der Berner Abwehr. Sein Backhand-Schuss wurde noch leicht abgefälscht und fand den Weg ins Berner Netz. Es blieben noch 10 Minuten zu spielen - und die PostFinance-Arena begann zu beben. Unglaublich wie das Publikum dem Team nochmals Energie gab. Und siehe da: Gamache lenkte eine Granate von Roche in der 55. Minute unhaltbar zum vielumjubelten Ausgleich ins Netz. In den letzten Minuten passierte nicht mehr viel, es ging in die Verlängerung.
Und diese Verlängerung dauerte genau 69 Sekunden. Dann wurde Rüthemann von Plüss und Josi herrlich freigespielt. Sein platzierter Schuss bedeutete das verdiente 3:2 und den ersten Sieg in dieser Final-Serie. Was für ein Spiel!
Schüsse aufs Tor:
| |
1. Drittel |
2. Drittel |
3. Drittel |
Total |
| SCB |
7 |
7 |
13 |
27 |
| Genf |
5 |
9 |
7 |
21 |
Telegramm:
Bern - Genf-Servette 3:2 (0:0, 1:0, 1:2, 1:0) n.V.
PostFinance-Arena. - 17131 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kurmann/Reiber, Abegglen/Kaderli. - Tore: 39. Vigier (Josi) 1:0. 42. Trachsler (Toms) 1:1. 50. Suri (Rivera) 1:2. 55. Gamache (Roche, Josi) 2:2. 62. (61:09) Rüthemann (Josi, Martin Plüss) 3:2. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Bern, 5mal 2 Minuten gegen Genf-Servette. - PostFinance Top Scorer: Rüthemann; Salmelainen.
Bern: Bührer; Roche, Philippe Furrer; Beat Gerber, Josi; Jobin, Hänni; Dominic Meier; Vigier, McLean, Reichert; Neuenschwander, Martin Plüss, Rüthemann; Pascal Berger, Froidevaux, Thomas Ziegler; Scherwey, Dubé, Gamache; Trevor Meier.
Genève-Servette: Tobias Stephan; Jonathan Mercier; Bezina; Vukovic, Malik; Höhener, Breitbach; Gobbi; Déruns, Salmelainen, Savary; Rivera, Trachsler, Suri; Toms, Rubin, Kolnik; Maurer, Hürlimann, Florian Conz.
Bemerkungen: Bern ohne Goren, Forget, Stettler, Rytz, Fey, Daniel Meier, Chatelain (alle überzählig), Genf-Servette ohne Cadieux (verletzt). 45. Tor von Scherwey annulliert, da die Partie vorher unterbrochen war.