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Ein Sieg der Leidenschaft

Der SCB gewinnt im letzten Spiel vor der Nationalmannschaftspause dank grossartigem Einsatz und vier Toren von Simon Bodenmann mit 6:5 (2:2, 3:1, 1:2).

Kampf, Leidenschaft, Aggressivität und grosser Teamgeist: So hat man den SCB in dieser Saison noch selten gesehen. Und dazu kam Simon Bodenmann, der vier der sechs  Tore erzielte! Damit erarbeitete sich das Team von Lars Leuenberger nicht nur einen äusserst wichtigen Sieg vor der Nationalmannschaftspause, sondern zeigte sich mit seiner Einstellung selbst den Weg auf, der zum Erfolg führt. Und das alles trotz einer langen Verletztenliste, die nach wie vor zehn Spieler umfasst.

Es war längst nicht alles perfekt. Bereits in der 2. Minute musste der SCB wie schon in den beiden letzten Spielen in Unterzahl spielen. Und wenig später gingen die Zuger im Powerplay in Führung. Aber die Berner liessen sich nicht beirren, blieben Einsatz für Einsatz entschlossen und bissig. Und sie erhielten den Lohn dafür in Form der ersten beiden Tore durch Simon Bodenmann (10.) und Martin Plüss (15.). Wie schon am Freitag im Spiel gegen Ambri-Piotta konsultierten die Schiedsrichter beim ersten SCB-Treffer aus nicht ersichtlichen Gründen das Video...

Den offensiv starken Gastgebern gelang noch vor der ersten Drittelspause der Ausgleich. Und nun wurde es ruppig. Zugs Johan Morant nahm sich zuerst Cory Conacher vor und ging dann auch noch auf Sean Bergenheim los. Der Finne zeigte dem Zuger Verteidiger, dessen Lieblingsbeschäftigung nach wie vor das Boxen ist, jedoch die Grenzen auf und bodigte ihn nach bester Schwingermanier. Eine Demütigung für den Kickboxer.

Auch im zweiten Drittel ging es weiterhin regelmässig rauh und nicht selten auch unsauber zu und her. Der SCB nahm eine Gelegenheit in doppelter Überzahl zur erneuten Führung wahr, musste aber nach einem fahrlässigen Puckverlust im gegnerischen Drittel und einer daraus folgenden Strafe erneut den Ausgleich hinnehmen. Aber die Berner blieben dran, in offensiver Hinsicht allen voran Simon Bodenmann, der mit zwei weiteren Treffern für die 5:3-Führung nach zwei Dritteln sorgte. Der EVZ begann dann den Schlussabschnitt äusserst druckvoll, angeführt vom überragenden Pierre-Marc Bouchard. Der erneute Anschlusstreffer in der 45. Minute konnte nicht überraschen. Doch der SCB behielt seinen Biss, spielte clever defensiv und wartete auf eine Konterchance. Und sie kam: Justin Krueger befreite im eigenen Drittel, Simon Moser zog los und sein Vornamensvetter Bodenmann schloss souverän ab. Keine zwei Minuten später gelang Zug jedoch wiederum der Anschluss. In den letzten sieben Minuten hatten die Gastgeber dann permanentes Übergewicht, und am Ende konnten sie gar noch in doppelter Überzahl agieren. Das bedeutete nach der Herausnahme von Goalie Tobias Stephan: 6 gegen 3. Aber der SCB wehrte sich mit Mann und Maus und den letzten Kräften und brachte den Sieg nach Hause.

Nun geht es am 22. Dezember mit dem Auswärtsspiel in Fribourg weiter, gefolgt vom Heimspiel gegen die ZSC Lions am 23. Dezember.

Zug - Bern 5:6 (2:2, 1:3, 2:1)

6751 Zuschauer. – SR Stricker/Wehrli, Gnemmi/Wüst. – Tore: 4. Immonen (Sondell, Bouchard/Ausschluss Ness) 1:0. 11. Bodenmann 1:1. 15. Plüss (Moser, Bodenmann) 1:2. 17. Immonen 2:2 (Strafe angezeigt). 23. Roy (Ausschlüsse Grossmann, Schnyder) 2:3. 24. Ramholt (Martschini/Ausschlüsse Kousa; Schnyder) 3:3. 26. Bodenmann (Moser, Ness) 3:4. 39. Bodenmann (Roy, Conacher) 3:5. 46. Holden (Peter) 4:5. 52. Bodenmann (Moser) 4:6. 53. Martschini (Bouchard, Holden/Ausschluss Roy) 5:6. – Strafen: 12mal 2 plus 5 Minuten (Morant) plus Spieldauer (Morant) gegen Zug, 13mal 2 plus 5 (Bergenheim) plus 10 Minuten (Moser) plus Spieldauer (Bergenheim) gegen Bern. – PostFinance-Topskorer: Bouchard; Conacher.

Zug: Tobias Stephan; Tim Ramholt, Grossmann; Dominik Schlumpf, Sondell; Alatalo, Morant; Yannick Blaser; Lammer, Immonen, Bouchard; Martschini, Holden, Suri; Bürgler, Peter, Fabian Schnyder; Marchon, Senteler, Sandro Zangger; Thibaudeau.

Bern: Schwendener; Gerber, Blum; Helbing, Gian-Andrea Randegger; Flurin Randegger, Krueger; Kousa, Dubois; Bodenmann, Plüss, Moser; Conacher, Roy, Bergenheim; Luca Hischier, Reichert, Alain Berger; Müller, Ness, Nico Hischier.

Bemerkungen: Zug ohne Diem, Erni, Stadler und Volejnicek, Bern ohne Pascal Berger, Bührer, Ebbett, Jobin, Kobasew, Kreis, Ruefenacht, Scherwey, Smith und Untersander (alle verletzt). – Timeouts: Zug (59:32); Bern (46.).

Bildquelle: Instagram / iziophotography

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