Meldung

360°-Video

Vom 3:2 zum 3:6

Der SC Bern gewinnt einen turbulenten Spitzenkampf mit 6:3 Toren und übernimmt damit die Leaderposition in der National League.

Bereits nach 13 Sekunden war das Spiel der Revanche zwischen den beiden Playoff-Finalisten der letzten Saison so richtig lanciert. EVZ-Verteidiger Robin Grossmann stieg übermotiviert in die Partie und checkte Mark Arcobello mit voller Wucht von hinten in die Bande. Die Quittung für dieses Vergehen erhielt er prompt,  er wurde unter die Dusche geschickt und ermöglichte so dem Meister eine fünfminütige Überzahl. Der SCB bewies einmal mehr, dass er im Moment das beste Überzahlteam der Liga hat und ging nach Treffern von Simon Bodenmann und Thomas Rüfenacht bis zur vierten Minute in Führung.
Bern geriet in der Folge nun selbst in Unterzahl, weil kurz hintereinander Alain Berger und Simon Moser auf die Strafbank wanderten. Auch die Zuger fackelten nicht lange und glichen durch Roe und Klingberg bis zur zwölften Minute aus. Für die Mutzen kam es aber bald darauf noch schlimmer, denn die Zuger gingen kurz vor Ende des ersten Drittels gar 3:2 in Führung. 
Auch im Mitteldrittel bewegten sich beide Teams auf Augenhöhe, doch zählbare Treffer fielen in diesem Abschnitt keine. Wie am Abend zuvor gegen Davos wurde dem SCB auch in diesem Spiel ein Tor aberkannt, dieses Mal wegen hohen Stocks von Simon Moser.

Im letzten Abschnitt überschlugen sich dann die Ereignisse. Mit drei Toren innert 231 Sekunden drehte der SCB im letzten Drittel ein 2:3 in ein 5:3. Dabei profitierten die Mutzen von einigen Undiszipliniertheiten der Zuger. Vor dem 3:3 Ausgleich sassen Dominik Schlumpf und Viktor Stalberg auf der Strafbank, was den Bernern eine doppelte Überzahl ermöglichte, welche Gaëtan Haas zum Ausgleich nutzen konnte. Zwei Minuten später musste sich Zugs Goalie Tobias Stephan bereits wieder geschlagen geben, Simon Moser traf zum 4:3. Nun lief der Puck definitiv für den SCB! Ein Schuss von Mika Pyörälä sprang von der Bande hinter dem Tor so glücklich nach vorne, so dass der Puck an den Schlittschuh von Tobias Stephan prallte und von dort direkt ins Tor zum 5:3. Den Schlusspunkt unter ein verrücktes Spiel setzte Gaëtan Haas mit seinem zweiten Tor an diesem Abend – mit einem Schuss ins leere Tor – zum 6:3.

Einmal mehr überzeugten die Berner beim vierten Sieg hintereinander mit ihrer Geduld und ihrer Powerplaystärke. Der Meister hat bereits 13 Powerplay-Tore erzielt. Diese gute Form gilt es nun für die nächste Woche zu konservieren, wo die Mutzen am Mittwoch in der CHL auswärts auf Mountfiled HK treffen.  Am Wochenende geht es dann auch in der National League weiter und zwar mit einem Heimspiel am Freitag gegen Kloten und am Samstag auswärts gegen Fribourg-Gottéron.

 

Telegramm:

Zug - Bern 3:6 (3:2, 0:0, 0:4) 7200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Mollard/Stricker, Gnemmi/Wüst. Tore: 2. Bodenmann (Haas, Scherwey/Ausschluss Grossmann) 0:1. 4. Rüfenacht (Arcobello, Noreau/Ausschluss Grossmann) 0:2. 10. Roe (Stalberg, Diaz/Ausschlüsse Berger, Moser) 1:2. 12. Klingberg (McIntyre, Helbling) 2:2. 19. McIntyre (Diaz, Suri) 3:2. 48. (47:01) Haas (Arcobello, Ebbett/Ausschlüsse Schlumpf, Stalberg) 3:3. 49. (48:09) Moser (Arcobello) 3:4. 51. (50:52) Pyörälä (Ebbett, Kämpf) 3:5. 59. (58:34) Haas (Moser, Ebbett) 3:6 (ins leere Tor). - Strafen: 2mal 2 plus 5 Minuten (Grossmann) plus Spieldauer (Grossmann) gegen Zug, 3mal 2 plus 10 Minuten (Moser) gegen Bern. PostFinance-Topskorer: Stalberg; Haas.

Zug: Stephan; Morant, Grossmann; Diaz, Geisser; Helbling, Schlumpf; Stadler; Lammer, Roe, Stalberg; Martschini, McIntyre, Suri; Klingberg, Kast, Senteler; Schnyder, Diem, Forrer; Zehnder.

Bern: Genoni; Noreau, Gerber; Andersson, Krueger; Untersander, Burren; Kamerzin; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Bodenmann, Haas, Scherwey; Kämpf, Ebbett, Pyörälä; Berger, Meyer, Randegger. 

Bemerkungen: Zug ohne Alatalo und Fohrler. Bern ohne Blum und Hischier (alle verletzt), Dubois, Wolf (Visp) Colin Gerber (Langenthal) und Raymond (überzähliger Ausländer). - 37. Tor von Moser wegen hohen Stocks aberkannt. - Timeout Zug (57:32), danach bis 58:34 ohne Goalie.

Interview

https://www.scb.ch/news/meldung/newsitem/vom-32-zum-36.html

Weitere Meldungen

18.10.2017

Weiter so!

18.09.2017

Drei Siege

11.09.2017

Zwei Siege

22.08.2017

Zweites Shutout

22.08.2017

Stimm dich ein

22.08.2017

Golf-Challenge

17.08.2017

Späte Tore

12.08.2017

Erster Sieg

11.08.2017

Erster Test

10.08.2017

Es geht los!

21.06.2017

BernARTiner

02.06.2017

Eis im Sommer

16.05.2017

CHL Auslosung

360°-Video