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29.10.2019

Bern verliert das Zähringer Derby

In einem Spiel der statistisch schwächsten Defensive (Bern) gegen die schwächste Offensive der Liga (Fribourg), gewinnt der HC Fribourg-Gottéron mit 2:1 und verbannt damit die Mutzen unter den Strich.

Wie man es von einem Derby erwartet, legten beide Teams ohne abzutasten los und es kam hüben und drüben zu guten Chancen. Mark Arcobello und Andrew Ebbett scheiterten an Fribourg-Goalie Reto Berra aus aussichtsreicher Position. Auf der anderen Seite versuchten sich Adrien Lauper und Jeremie Kamerzin ebenfalls erfolglos. In der 6. Minute machte es Ryan Gunderson auf Seite der Drachen besser. Er profitierte von einem groben Schnitzer in der Berner Abwehr und bezwang Niklas Schlegel mit einem satten Schuss ins rechte Eck.
Dieser Treffer schien dem bereits angekratzten Selbstvertrauen der Mutzen nicht gerade gut getan zu haben, denn in der Folge waren gute Chancen Mangelware und die Gäste aus Fribourg dem 2:0 näher als die Berner dem 1:1.

Wie bereits im ersten Abschnitt gehörte die Anfangsphase den Bernern, doch es waren erneut die Fribourger, welche zuschlugen und auf 2:0 erhöhen konnten. Auch wenn sich den Mutzen kurz darauf eine Chance im Powerplay bot, das Resultat zu verbessern, lief im Berner Spiel weiterhin nicht viel.
Es brauchte schon einen groben Schnitzer von Reto Berra, damit der SCB endlich zu seinem ersten Treffer kam. Berra verlor bei einem Ausflug hinter das eigene Tor den Puck an Vincent Praplan, welcher Andrew Ebbett vor dem Tor bediente.

In den letzten zehn Minuten machte das Team von Kari Jalonen viel Druck und schnürte die Gäste des Öfteren im eigenen Drittel ein, doch der hervorragende Gottéron-Torhüter verhinderte einen weiteren Treffer für die Mutzen.

Bei Bern schienen die zahlreichen Absenzen (Beat Gerber, Jeremi Gerber, André Heim, Justin Krueger, Jan Mursak und Inti Pestoni) schwer zu wiegen. Neu dazu kam noch der Ausfall von Miika Koivisto in der 51. Minute. Für die fitten Spieler gibt es keine Zeit zum Verschnaufen, das nächste Spiel findet am Freitag in Lausanne statt und am Samstag gastiert der EV Zug in der PostFinance-Arena.

 

Bern - Fribourg-Gottéron 1:2 (0:1, 1:1, 0:0)
16'768 Zuschauer. - SR Tscherrig/Kaukokari, Progin/Cattaneo.
Tore: 6. Gunderson (Stalberg) 0:1. 25. Rossi (Gunderson, Schmutz) 0:2. 37. Ebbett (Praplan) 1:2.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Bern, 2mal 2 Minuten gegen Fribourg.
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Desharnais.
Bern: Schlegel; Untersander, Koivisto; Andersson, MacDonald; Burren, Blum; Henauer; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Praplan, Ebbett, Kämpf; Sciaroni, Bieber, Scherwey; Grassi, Berger, Colin Gerber.
Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Kamerzin; Furrer, Stalder; Abplanalp, Chavaillaz; Schneeberger, Marti; Marchon, Walser, Vauclair; Brodin, Schmutz, Stalberg; Rossi, Desharnais, Mottet; Lauper, Schmid, Lhotak.
Bemerkungen: Bern ohne Beat Gerber, Jeremi Gerber, Heim, Krueger, Mursak und Pestoni (verletzt), Fribourg-Gottéron ohne Bykow, Sprunger und Forrer (verletzt). 51. Koisvisto verletzt ausgeschieden. Bern ab 58:20 ohne Torhüter.