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06.12.2019

Drei Tore im Schlussdrittel

Nach einem intensiven Spiel gewinnt der SCB auswärts gegen den Lausanne HC mit 5:2.

Es scheint, als ob der Schweizer Meister langsam Fahrt aufnimmt. Jedenfalls gewannen die Berner erstmals seit Anfang Oktober zwei Spiele hintereinander und kamen nach dem Auswärtssieg in Genf auch in Lausanne zu drei Punkten.
Dabei begann die Partie für die Gäste alles andere als ideal, denn Lausanne ging bereits nach gut zwei Minuten in Führung. Immerhin führte das nicht dazu, dass die Mutzen aus dem Tritt gerieten. Im Gegenteil, es dauerte nicht lange, bis der SCB durch Mark Arcobello zum Ausgleich kam. In der Folge neutralisierten sich die beiden Teams grösstenteils und hochkarätige Chancen waren Mangelware. So hiess es auch nach dem zweiten Drittel immer noch 1:1.
Im Schlussabschnitt gab es für die knapp 9000 Zuschauer fwieder mehr Spektakel. Es war gerade etwas mehr als eine Minute gespielt, da gingen die Berner erstmals in Führung, wiederum traf Topscorer Mark Arcobello. Doch der Jubel blieb den mitgereisten SCB-Fans im Hals stecken, denn die Gastgeber konterten nur 41 Sekunden später zum 2:2 durch Ronald Kenins.
Bern hatte mittlerweile das Spieldiktat übernommen und kam zu einigen guten Chancen, um erneut in Führung zu gehen. Eine davon nutzte Vincent Praplan 3:2. Lausanne war nun gezwungen, seine Defensive etwas zu öffnen. Tristan Scherwey und Gregory Sciaroni nutzten ihre Freiheiten bei einem Konter kaltblütig aus. Scherwey passte mustergültig auf Sciaroni, welcher mit einer Direktabnahme ins Schwarze traf.
Noch waren knapp drei Minuten zu spielen, doch der SCB liess nichts mehr anbrennen und kam durch Calle Andersson gar noch zum 5:2. Der Schwede traf mit einem Schuss übers gesamte Feld ins verlassene Lausanner Tor.

Bern nützte die sechstägige Pause und zeigte sich sowohl in der Offensive wie auch in der Defensive verbessert und hatte mit dem finnischen Goalie Tomi Karhunen erneut einen sicheren Wert im Tor.

Morgen Samstag trifft der SCB zuhause auf den Tabellennachbarn aus Fribourg. Die Drachen liegen drei Punkte vor Bern auf Rang 8, alles andere als ein Sieg für das Team von Kari Jalonen wäre ein Rückschlag im Kampf um die Playoff-Plätze.

 

Lausanne - Bern 2:5 (1:1, 0:0, 1:4)
8889 Zuschauer. - SR Wiegand/Urban, Kaderli/Altmann. -
Tore: 3. Herren (Moy, Froidevaux) 1:0. 6. Arcobello (Rüfenacht) 1:1. 42. (41:18) Arcobello (Moser, Rüfenacht) 1:2. 42. (41:59) Kenins (Jooris, Jeffrey) 2:2. 52. Praplan (MacDonald, Untersander) 2:3. 57. Sciaroni (Scherwey) 2:4. 60. (59.03) Andersson 2:5 (ins leere Tor). -
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lausanne, 2mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Arcobello.
Lausanne: Stephan; Heldner, Junland; Lindbohm, Frick; Grossmann, Genazzi; Nodari, Oejdemark; Jooris, Jeffrey, Kenins; Bertschy, Emmerton, Vermin; Moy, Froidevaux, Herren; Roberts, Leone.
Bern: Karhunen; Untersander, MacDonald; Andersson, Beat Gerber; Burren, Blum; Colin Gerber, Henauer; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Sciaroni, Heim, Scherwey; Praplan, Mursak, Kämpf; Spiller, Berger, Jeremi Gerber.
Bemerkungen: Lausanne ohne Traber (gesperrt), Antonietti und Almond (verletzt), Bern ohne Bieber, Grassi, Krueger, Pestoni (verletzt), Ebbett und Schlegel (überzählig). Lausanne von 58:48 bis 59:03 ohne Torhüter.