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29.09.2026

NL: Fribourg-Gottéron 5:2 SCB

Keine Punkte im Zähringer-Derby: Wir verlieren auswärts gegen Fribourg-Gottéron.
Zwölf Sekunden Euphorie

Zwölf Sekunden. Länger brauchte Rodwin Dionicio nicht, um den SCB in Front zu schiessen. Der Verteidiger startete an der Mittellinie, zog los und niemand kam ihm ernsthaft in die Quere. Der Puck sass im hohen Eck. Es war sein erstes Tor im SCB-Dress und der perfekte Auftakt zum ersten Zähringer-Derby der Saison.

Freiburg antwortet schnell

Die Freude über den Blitzstart hielt nicht lange an. Nach der ersten Strafe gegen den SCB schlug das starke Freiburger Powerplay zu. Christoph Bertschys Schuss traf zunächst nur den Pfosten, sprang von dort aber an den Schoner von Christof Von Burg und weiter ins Tor. Von da an entwickelte sich ein temporeiches, körperbetontes Derby, in dem beide Teams ihre Chancen hatten und Von Burg mehrfach stark parierte.

Die Berner überstanden zwei Unterzahlsituationen, ehe Freiburg in der 17. Minute doch in Führung ging: Bertschy behauptete sich hinter dem Tor, spielte mit einem sehenswerten Backhand-Pass in den Slot und Jacobe de la Rose hämmerte die Scheibe zum 2:1 ins Netz.

Ein bitterer Moment im Mitteldrittel

Im zweiten Drittel bekam der SCB früh die Gelegenheit, im Powerplay nachzulegen, und die Scheibe lief gut. Dann aber ging hinter dem eigenen Tor der Puck verloren, Freiburg schaltete blitzschnell um und Bertschy tanzte in Unterzahl den Berner Goalie aus. Das 3:1 fiel damit ausgerechnet in einer Phase, in der der SCB drückte.

Doch die Berner liessen sich nicht hängen. Zur Spielhälfte kam Dionicio an der blauen Linie zum Abschluss, nahm sich die Zeit, die er bekam, und traf mit einem satten Distanzschuss zum 2:3. Plötzlich war wieder alles offen.

Es folgte allerdings eine Phase mit mehreren Strafen gegen den SCB. In der 38. Minute nutzte Freiburg eine davon zum 4:2. Damit ging es mit einem Zweitorerückstand in die Pause.

Alles nach vorne im Schlussdrittel

Im letzten Abschnitt warf der SCB noch einmal alles in die Waagschale. Immer wieder setzten sich die Berner in der Offensivzone fest, liessen die Scheibe laufen und suchten den Weg zum Anschlusstreffer. Dario Rohrbach zog aus der Distanz ab, Ian Mitchell hämmerte die Scheibe von der blauen Linie an den Aussenpfosten. Auch mehrere Überzahlsituationen brachten nicht den ersehnten Treffer, weil Freiburg kompakt verteidigte und den SCB aus den gefährlichen Räumen fernhielt.

Hinten hielt Von Burg sein Team mit starken Paraden im Spiel, unter anderem gegen Marcus Sörensen und Benoît Jecker, die beide alleine auf ihn zuliefen.

Kurz vor Schluss nahm der SCB den Goalie vom Eis und ging volles Risiko. In der 59. Minute ging in der Offensive die Scheibe verloren und Sörensen lancierte Schmid, der ins leere Tor zum 5:2 traf. Damit war die Partie entschieden.

Fazit und Ausblick

Für Von Burg war es erst der zweite Einsatz in der National League. Wie bereits bei seinem Debüt in Kloten zeigte er auch gegen Freiburg mehrere starke Paraden. Der SCB gab sich zu keinem Zeitpunkt auf, konnte seine Möglichkeiten in der Offensive aber zu wenig nutzen.

Nach fünf Spielen steht Bern bei sieben Punkten. Die Gelegenheit zur Reaktion folgt bereits am kommenden Freitag um 19:45 Uhr, wenn Genève-Servette in der PostFinance Arena zu Gast ist.

 


 

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