NL: SCB 2:3 Genève-Servette HC n.P.
Der SC Bern zeigt gegen den Genève-Servette HC starke Moral und dreht einen 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung. Am Ende verpassen die Mutzen den Heimsieg jedoch knapp und müssen sich nach einem unglücklichen Eigentor sowie einem torlosen Penaltyschiessen mit einem Punkt begnügen.
Verhaltenes Startdrittel mit leichten Vorteilen für die Gäste
Die Partie in der PostFinance Arena begann verhalten. Beide Mannschaften agierten aus einer gesicherten Defensive heraus und riskierten in der Anfangsphase wenig. Die Genfer Gäste erarbeiteten sich leichte optische Vorteile und verzeichneten durch Simas Ignatavicius und Marco Miranda erste gefährliche Abschlüsse, bei denen SCB-Schlussmann Adam Hughes jedoch aufmerksam parierte. Auch die Berner kamen vereinzelt vor das Gehäuse von Robert Mayer, doch es fehlte vorerst an der nötigen Durchschlagskraft. Folgerichtig ging es nach einem torlosen Startdrittel in die erste Pause.
Emotionaler Mittelabschnitt: SCB dreht die Partie
Der zweite Spielabschnitt nahm sogleich an Fahrt auf – allerdings mit einem Dämpfer für das Heimteam: In der 22. Minute tankte sich Tim Bozon durch die Berner Hintermannschaft und schob zur Genfer 1:0-Führung ein. Die Berner Bank forderte mittels Coaches Challenge eine Überprüfung wegen Torhüterbehinderung, doch die Schiedsrichter bestätigten den Treffer.
Der SCB schüttelte den Rückschlag jedoch rasch ab und übernahm zunehmend das Spieldiktat. In der 33. Minute belohnten sich die Mutzen für ihren Aufwand: Dario Rohrbach zog entschlossen ab und bezwang Mayer mit einem präzisen Schuss durch die Beine zum 1:1-Ausgleich. Kurze Zeit später bot sich den Bernern im Powerplay die Chance zum Nachlegen. In der 39. Minute lenkte Waltteri Merelä einen scharfen Pass von Emil Bemström entscheidend zur viel umjubelten 2:1-Führung ab.
Unglückliches Eigentor bringt Genf zurück
Im Schlussabschnitt drängten die Genfer auf den Ausgleich. In der 45. Minute meinte es das Glück nicht gut mit den Hausherren: Ein Distanzschuss von Dave Sutter wurde von einem SCB-Verteidiger unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht – das 2:2. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Teams gute Chancen auf den Siegtreffer vorfanden. Auch eine späte Verletzung von Genfs Topstürmer Sakari Manninen brachte das Gefüge der Gäste nicht mehr ins Wanken. Da in der regulären Spielzeit sowie in der torlosen Verlängerung keine Tore mehr fielen, musste die Entscheidung im Penaltyschiessen fallen.
Mayer entscheidet das Penaltyschiessen
Im Penaltyschiessen avancierte Genf-Keeper Robert Mayer zum Matchwinner. Der Servette-Schlussmann parierte sämtliche Versuche der Berner Schützen: Emil Bemström, Dario Rohrbach, Rodwin Dionicio, Rodrigo Abols und Benjamin Baumgartner fanden allesamt keinen Weg am Genfer Schlussmann vorbei. Da Jimmy Vesey auf der Gegenseite als einziger Akteur seinen Penalty verwandelte, sicherten sich die Genfer Gäste den Zusatzpunkt.
Vorschau
Für den SC Bern bleibt keine Zeit zum Trübsalblasen: Bereits morgen, Samstag, geht es für die Mutzen auswärts gegen die Rapperswil-Jona Lakers weiter, wo die nächsten drei Punkte angestrebt werden.
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