NL: SCB vs. Davos 0:3
Der SCB wollte nach einer schwierigen Woche eine Reaktion zeigen, doch am Ende fehlte die Durchschlagskraft, und der HC Davos nutzte genau die wenigen Momente, die sich boten.
Schon im Startdrittel zeigte sich, wie schwierig diese Aufgabe werden würde. Die Berner standen kompakt, verteidigten konsequent und liessen Davos kaum freie Räume. Im eigenen Powerplay zu Beginn konnten sie jedoch kein Kapital aus der frühen Strafe gegen Guebey schlagen. Als Füllemann auf die Strafbank musste, geriet der SCB unter Druck, doch Reideborn und die Defensive hielten dem Davoser Powerplay stand. So endete ein defensiv geprägtes Drittel folgerichtigerweise mit 0:0.
Im Mitteldrittel nahm Bern das Zepter zunehmend in die Hand. Die Gastgeber kamen nun vermehrt zu Offensivphasen und setzten sich wiederholt im gegnerischen Drittel fest. Häman Aktell prüfte Aeschlimann mit einem Schuss von der blauen Linie. Auch wenn die richtig grossen Chancen fehlten, war der SCB nun präsenter und setzte Davos unter Druck. Defensiv standen die Berner weiterhin stabil und liessen in den ersten zehn Minuten kaum etwas zu. Doch gegen Ende des Drittels kam Davos stärker auf: Jung und Frick sorgten mit Weitschüssen für Gefahr und kurz vor der Pause verpasste der SCB seinerseits die Führung, als Aaltonen nach einem starken, öffnenden Pass von Häman Aktell die Scheibe am Tor vorbeisetzte. Das 0:0 zur zweiten Pause zeigte, wie hart umkämpft und taktisch geprägt diese Partie war.
Der Beginn des Schlussdrittels brachte dann die entscheidende Szene – und sie traf den SCB eiskalt. Nach nur 19 Sekunden setzte sich Nussbaumer an der Bande durch und bediente Corvi, der am zweiten Pfosten zum 0:1 einschieben konnte. Ein Treffer, der den bis dahin stabilen Bernern spürbar den Stecker zog. Der SCB fand zunächst keinen Rhythmus, und Davos nutzte diese Phase gnadenlos: Zadina holte sich nach hartnäckigem Nachsetzen die Scheibe zurück und fand Egli im Slot, der zum 0:2 erhöhte.
In einer hitzigen Phase gingen bei beiden Teams die Emotionen hoch. Marchon und Dahlbeck gerieten heftig aneinander und mussten das Spiel mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vorzeitig beenden. Für den SCB war dies jedoch ein kleiner Weckruf, denn die Schlussphase gehörte klar den Bernern. Das Team warf alles nach vorne, kämpfte um jeden Puck und erspielte sich endlich die Chancen, die bis dahin gefehlt hatten. Ritzmann scheiterte aus spitzem Winkel an Aeschlimann, kurz darauf hämmerte Aaltonen die Scheibe an die Latte – der Anschlusstreffer lag in der Luft. Doch als Bern den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, sorgte Corvi mit seinem Treffer ins leere Tor für die endgültige Entscheidung.
Der SCB zeigte über weite Strecken eine kämpferische und geschlossene Teamleistung, liess defensiv wenig zu und hielt die Partie lange offen. In der Offensive fehlte jedoch in den Schlüsselmomenten die nötige Durchschlagskraft und Davos erwies sich im Schlussdrittel als die effizientere und abgeklärtere Mannschaft.
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Die nächsten Spiele des SCB
Am Dienstag, 25. November treten wir auswärts EV Zug an, ehe wir am Freitag, 28. November, zuhause die ZSC Lions empfangen. Tickets für das Heimspiel sind hier verfügbar.
SCB - Davos 0:3 (0:0; 0:0; 0:3)
Stadion: PostFinance Arena
Zuschauer: 16'002
SR: Wiegand/Ströbel; Bachelut/ Humair
Tore: 41. Corvi (Nussbaumer) 1:0. 51. Egli (Zadina) 2:0. 59. Corvi (Fora) 3:0.
Strafen: Bern 3mal 2min und 5min plus Spieldauer; Davos 4mal 2min und 5min plus Spieldauer.
PostFinance Topskorer: Häman Aktell; Stransky
SCB: Reideborn; Lindholm, Loeffel; Füllemann, Untersander; Kindschi, Häman Aktell; Rhyn; Marchon, Aaltonen, Bemström; Lehmann, Graf, Ejdsell; Vermin, Alge, Schild; Ritzmann, Fuss, Moser L.; Bont.
Davos: Aeschlimann; Frick, Fora; Dahlbeck, Guebey; Jung, Gross; Barandun; Tambellini, Ryfors, Frehner; Zadina, Asplund, Kessler; Nussbaumer, Corvi, Stransky; Parrée, Egli, Gredig; Waidacher.
Bemerkungen: Bern ohne Merelä, Kreis, Müller, Scherwey, Baumgartner, und Moser S. (alle verletzt), Iakovenko (überzählig), Henauer, Von Burg, Riatsch und Ryser (Swiss League) und Zürcher (Nachwuchs). Davos ohne Lemieux, Knak und Andersson (verletzt), Solèr und Minder (Swiss League) und Müller (Nachwuchs).