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11.04.2019

Startniederlage nach starkem Beginn

Mit einer 1:4-Niederlage gegen den EV Zug ist dem SC Bern der Auftakt in den Playoff-Final misslungen.

Es war der erwartet harte Schlagabtausch zwischen dem SCB und Zug und so mancher Zweikampf wurde am Rande der Legalität ausgetragen. Der SCB startete dabei besser ins Spiel als die Innerschweizer und ging durch Jan Mursak in der 12. Minute im Powerplay in Führung. Der Slowene im Dress der Mutzen lupfte den Puck nach herrlicher Vorarbeit von Simon Moser backhand ins gegnerische Tor. Auch nach dem Führungstreffer dominierten die Berner und es kam keine wirkliche Reaktion der Zuger, so dass die Mutzen mit einer verdienten 1:0-Führung in die erste Pause gingen. 

Im Mitteldrittel verlagerte sich das Spielgeschehen vermehrt in die Berner Zone und die Zuger kamen zu ersten guten Chancen. Eine dieser Möglichkeiten führte in der 24. Minute zum Zuger Ausgleich. Brian Flynn hatte den Puck glückhaft mit dem Handschuh ins Berner Tor abgelenkt. Dies sollte der Auftakt zur Wende werden. Vier Minuten vor Ende des Mitteldrittels verloren die Berner in der Vorwärtsbewegung den Puck, Yannick-Lennart Albrecht nahm das Geschenk dankend an und brachte die Zuger zum ersten Mal in Führung. Eine Führung, welche die Zuger nicht mehr abgaben. In der 47. Minute erhöhte Garrett Roe, welcher zuvor vor allem mit einer schlechten schauspielerischen Einlage aufgefallen war, auf 3:1. Eine 5-Minuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Adam Almquist und eine weitere 2-Minuten Strafe gegen den SCB verhinderten in der Folge eine mögliche Aufholjagd der Mutzen. Das 4:1 durch Everberg kurz vor Spielschluss ins leere Berner Tor hatte höchstens noch statistischen Wert.

Es scheint so, als könnte der SCB in den diesjährigen Playoffs das jeweils erste Spiel einer Serie einfach nicht gewinnen. Das Team von Kari Jalonen hatte bereits die Auftaktpartien gegen Genf wie auch gegen Biel verloren. Insofern durchaus ein gutes Omen...

Weiter geht es am Samstag in Zug, eine gute Möglichkeit, das Re-Break zu schaffen.Mit etwas mehr Glück im Abschluss und der Rückkehr von Thomas Rüfenacht ins Team eine schwere, aber machbare Aufgabe.

 

Telegramm: 

Bern - Zug 1:4 (1:0, 0:2, 0:2)
PostFinance-Arena. – 16'557 Zuschauer. - SR Lemelin/Stricker, Kaderli/Wüst. 
Tore: 12. Mursak (Moser, Arcobello/Ausschluss Alatalo) 1:0. 24. Flynn (Alatalo, Martschini) 1:1. 36. Albrecht (Zehnder, Schlumpf) 1:2. 47. Roe (Martschini, Simion/Ausschluss Mursak) 1:3. 59. Everberg 1:4 (ins leere Tor). 
Strafen: 7mal 2 plus 5 Minuten (Almquist) plus Spieldauer (Almquist) gegen Bern, 7mal 2 plus 10 Minuten (Everberg) gegen Zug. 
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Martschini.
Bern: Genoni; Krueger, Blum; Burren, Almquist; Untersander, Beat Gerber; Marti, Colin Gerber; Grassi, Mursak, Ebbett; Bieber, Arcobello, Moser; Sciaroni, Heim, Scherwey; Berger, Brügger, Kämpf.
Zug: Stephan; Diaz, Morant; Schlumpf, Zgraggen; Thiry, Alatalo; Zryd; Klingberg, Roe, Everberg; Martschini, Flynn, Suri; Lammer, Senteler, Simion; Leuenberger, Albrecht, Zehnder; Schnyder.
Bemerkungen: Bern ohne Rüfenacht (private Gründe), Haas, Kamerzin, Andersson (verletzt), Achermann, Boychuk, Fogstad Vold und Rochow (überzählig), Zug ohne McIntyre (überzählig). Pfostenschuss Burren (33.). Lattenschuss Mursak (45.). Suri verletzt ausgeschieden (48.). Timeout Bern (58:02), Bern von 58:10 bis 58:35 ohne Torhüter.