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05.07.2023

«Der SCB und ich – das passt!»

Während seiner ersten Stippvisite in Bern hat sich Jussi Tapola mit dem insider zum Interview getroffen.

Jussi Tapola, was müssen wir über Sie wissen?

Ich bin jemand, der Menschen entwickeln und besser machen will. Ich bin jemand, der den Erfolg bringen möchte. Im Eishockey kommt Erfolg durch die richtige Arbeitseinstellung, durch Teamgeist – und durch Geduld. Ich freue mich sehr, in Bern zu arbeiten.

Sie haben als erste Handlung mit jedem Spieler ein Einzelgespräch über anderthalb Stunden geführt. Was war der Inhalt dieser Gespräche?

Ich will die Spieler kennenlernen und eine Verbindung zu ihnen schaffen. Dazu gehört, dass wir über das Leben ausserhalb des Eishockeys sprechen – Familie, Werte –, aber auch ihre Geschichte, ihre Karriere, ihre Ziele. Nun ist der ideale Zeitpunkt, sich kennenzulernen, Energie in diesen Austausch zu investieren und gemeinsam ein Commitment abzugeben. Wenn wir im August mit der Arbeit auf dem Eis beginnen werden, wird die Energie vollumfänglich diesen Trainings gehören – und dannzumal muss das Vertrauen zwischen Spielern und Coach vorhanden sein.

Sind solche Einzelgespräche wichtiger als früher?

Absolut. Es ist nicht mehr der Coach, der von oben nach unten Dinge einfordert. Es braucht Vertrauen, eine gute Beziehung. Ist Vertrauen da, kannst du auch fordernd sein. Wir wollen gemeinsam einen Weg definieren. Dazu gehört, dass mir die Spieler erklären, was sie unter der SCB-DNA verstehen. Ich sammle diesbezüglich Stichworte, dann werden wir den gemeinsamen Weg kreieren.

Sie haben mit Tappara Tampere vier Meistertitel und die Champions Hockey League gewonnen. Mit Verlaub: Weshalb war ein Trainer mit Ihrem Palmares so lange auf dem Markt?

Einerseits lag mein Fokus auf Tampere. Ich sagte den Leuten dort bereits im letzten August: «Dies wird unsere letzte gemeinsame Saison sein, also wollen wir alles gewinnen, was es zu gewinnen gibt.» Der Spielplan war dicht getaktet: Wir bestritten um die 90 Partien, es gab keine freien Wochenenden und entsprechend wenig Zeit und Energie, mit anderen Organisationen über die Zukunft zu sprechen. Aber ich wusste: Ich suche den «perfect fit», den «perfect match». Ist dieser gefunden, kann es schnell gehen. Exakt so verhielt es sich mit dem SC Bern. Der SCB und ich – das passt!

Weshalb?

In den Gesprächen habe ich rasch gespürt, welche Hockeykultur in Bern existiert, welche DNA gelebt werden soll. Die SCB-Kultur ist jener von Tappara sehr ähnlich: Arbeitsmoral, Einstellung, Zweikämpfe gewinnen, Härte auf und neben dem Eis. Der SCB ist kein Prima-Donna-Team, der SCB ist ein Arbeiterteam – wie Tappara. Technik und Skills sind vorhanden, aber sie stehen nicht zuoberst. Dort sehe ich eine enge Verbindung zu meiner Arbeit und meiner DNA als Coach.

 

Zudem spricht Jussi Tapola über seine Erfahrungen in China, seine DNA und das Thema Leadership. Das ganze Interview ist im SCB-Businessmagazin insider zu finden, welches sechsmal pro Saison allen Businesspartnern zugestellt wird. Ab Donnerstag wird die aktuelle Ausgabe auch unter «SCB – Insider» aufgeschaltet sein.

Zum Businessmagazin insider

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