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17.01.2020

Mit viel Kampf zum Sieg

Nachdem die Mutzen bis zur 35. Minute noch mit 0:2 gegen Lausanne im Rückstand gelegen hatten, kämpften sie sich zurück und gewannen nach 34 Sekunden in der Overtime mit 4:3.

Zu Beginn des Spiels wurde Beat Gerber für sein 933. Spiel geehrt, welches Clubrekord (bisher David Jobin 932) bedeutet). Dies sollte für die nächsten fast 40 Spielminuten der Hauptgrund zu Freude für den Berner Anhang gewesen sein. Obwohl der Meister gegen die Waadtländer gut begann und zu einigen guten Chancen kam, waren es die Lausanner, welche nach knapp 16 Minuten durch Josh Jooris mit viel Glück in Führung gingen. Der Kanadier lenkte den Puck unhaltbar für SCB-Torhüter Tomi Karhunen ab. Nach Wiederbeginn des zweiten Drittels kam es noch schlimmer für die Mutzen: Yannick Herren profitierte von einem Fehlpass in der Berner Verteidigung.
Als sich die Mutzen kurz darauf in zwei aneinander folgenden Überzahlmöglichkeiten ausgesprochen ungeschickt verhielten, praktisch keine brauchbare Abschlussmöglichkeit erspielten und – im Gegenteil – mit Glück an einem weiteren Gegentreffer vorbei schrammten, schienen die Erfolgsaussichten auf Null zu schwinden. Dafür meldete sich ein Teil des Publikums mit Pfiffen.

Doch das Team von Kari Jalonen liess sich nicht beirren und arbeitete sich mit grossem Willen aus der ungemütlichen Situation. Wegbereiter dafür war Mark Arcobello, der bei drei Treffern seinen Stock im Spiel hatte. Kurz vor der zweiten Sirene erzielte Simon Moser per Nachschuss den Anschluss. Und plötzlich lief es besser. Der sehr initiative Jan Mursak wurde vor dem gegnerischen Tor vergessen und glich früh im Schlussdrittel aus.
Acht Minuten vor dem Ende ging der SCB erstmals in Führung. Nach einem Solovorstoss von Tristan Scherwey, welcher sich durch die gegnerische Verteidigung tankte und im Abschluss nur den Pfosten traf, drückte Thomas Rüfenacht die auf der Linie liegen gebliebene Scheibe ins Tor. Doch dies sollte nicht die Entscheidung gewesen sein, denn nach einem weiteren Lapsus in der Berner Verteidigung kamen die Waadtländer durch Cory Emmerton zum Ausgleich. Immerhin gelang den Mutzen in der Verlängerung bereits nach 34 Sekunden die Entscheidung durch Calle Andersson.
Auch morgen geht es wieder um alles: Die Mutzen treffen auf den HC Fribourg-Gottéron, welcher nach Verlustpunkten in der Tabelle vor dem SCB liegt.

Bern - Lausanne 4:3 (0:1, 1:1, 2:1, 1:0) n.V.
PostFinance-Arena. - 16'301 Zuschauer. - SR Tscherrig/Müller; Kaderli/Gnemmi.
Tore: 16. Jooris (Kenins, Bertschy) 0:1. 24. Herren 0:2. 36. Moser (Burren, Arcobello) 1:2. 41. (40:32) Mursak (Ebbett, Blum) 2:2. 52. Rüfenacht (Scherwey, Arcobello) 3:2. 58. Emmerton (Frick) 3:3. 61. (60:34) Andersson (Arcobello, Moser) 4:3. - Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Bern, 4-mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Jeffrey.
Bern: Karhunen; Andersson, Beat Gerber; Untersander, Burren; Krueger, Blum; Henauer; Pestoni, Arcobello, Moser; Rüfenacht, Ebbett, Scherwey; Sciaroni, Mursak, Praplan; Berger, Heim, Kämpf; Bieber.
Lausanne: Stephan; Lindbohm, Frick; Grossmann, Genazzi; Heldner, Holm; Nodari; Vermin, Emmerton, Jeffrey; Bertschy, Jooris, Kenins; Moy, Almond, Herren; Traber, Froidevaux, Leone.
Bemerkungen: Bern ohne Grassi (verletzt), Colin Gerber und MacDonald (überzählig), Lausanne ohne Antonietti (verletzt) und Oejdemark (gesperrt). Pfostenschuss Scherwey (52.).