Berner Schlussspurt belohnt
Für die Differenz an diesem lauen Septemberabend sorgten die SCB Kanadier Bud Holloway, Chuck Kobasew und Byron Ritchie, welche innerhalb von 10 Minuten die Tore drei bis fünf erzielten.
Die Mutzen verdienten sich den vierten Heimsieg durch eine verbesserte Defensive und einer disziplinierten Leistung mit nur einer kleinen Strafe. Weiterhin nicht optimal läuft das Powerplay: aus fast 7 Minuten Überzahl resultierte kein einziger Treffer: im Gegenteil, den zwischenzeitlichen Ausgleichtreffer zum 2:2 durch Danielsson, kassierten die Berner in numerischer Überzahl! Dennoch, die Berner zeigten einige schöne und schnell vorgetragene Angriffe, doch weder Eric Blum, noch Pascal Berger oder Thomas Rüfenacht fanden im ersten Drittel einen Weg vorbei an Lakers Torhüter Tim Wolf. Der erste Treffer des Abends kam dann aber kurz nach Beginn des Mittelabschnitts doch noch zustande. Eric Blum bediente Tristan Scherwey mit einem Pass übers halbe Feld und Scherwey hatte, alleine vor Rappi-Goalie Wolf, keine Mühe den Puck zum 1:0 in den Maschen zu versenken. Auch am zweiten Treffer war der Berner Captain beteiligt, Thomas Rüfenacht reagierte nach einem Abpraller am schnellsten und bugsierte die Scheibe in der 30. Minute über die Torlinie. Doch die Lakers wehrten sich wacker und kamen früh im Schlussdrittel wieder heran. Zuerst verkürzte kurz vor Ende des zweiten Drittels Derrick Walser auf 1:2 und wenige Minuten nach der zweiten Pause glich Nicklas Danielsson in Unterzahl sogar aus. Doch dieses Mal bewahrte der SCB die Nerven und reagierte postwendend. Zunächst verwertete Bud Holloway zehn Minuten vor Spielschluss einen magistralen Querpass von Christoph Bertschy, mit einer Direktabnahme zum 3:2, knapp sechs Minuten vor Schluss doppelte Chuck Kobasew - auf Pass von Martin Plüss- mit dem 4:2 nach. 64 Sekunden vor Schluss machte Byron Ritchie für die Hauptstädter mit dem 5:2 alles klar.
Das nächste Spiel bestreitet der SCB im Rahmen des Swiss Ice Hockey Cup. Die Mutzen treffen am Mittwoch, dem 1. Oktober 2014 (19.45) auf den Erstligisten EHC Thun. Wer für das Spiel in Thun kein Ticket ergattern konnte, kann sich das Spiel LIVE auf blick.ch in HD-Qualität zu Gemüte führen.
In der Meisterschaft geht es am Freitag, dem 3.10 auswärts gegen Lausanne und am Samstag, dem 4.10 zuhause gegen Genf weiter.
Telegramm:
Bern - Rapperswil-Jona Lakers 5:2 (0:0, 2:1, 3:1).
15'145 Zuschauer (Saisonminusrekord). - SR Massy/Wehrli, Bürgi/Kovacs. - Tore: 21. (20:34) Scherwey (Blum) 1:0. 30. Rüfenacht (Scherwey) 2:0. 33. Walser (Fransson) 2:1. 43. Danielsson (Hürlimann/Ausschluss Rizzello!) 2:2. 49. Holloway (Bertschy) 3:2. 55. Kobasew (Plüss, Holloway) 4:2. 59. Ritchie (Holloway) 5:2. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Bern, 4mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona. - PostFinance-Topskorer: Plüss; Danielsson.
Bern: Bührer; Gerber, Blum; Jobin, Gragnani; Krueger, Furrer; Kreis; Scherwey, Reichert, Rüfenacht; Holloway, Ritchie, Bertschy; Kobasew, Plüss, Pascal Berger; Loichat, Randegger, Alain Berger.
Rapperswil-Jona Lakers: Wolf; Hächler, Walser; Fransson, Eigenmann; Geyer, Sataric; Weisskopf, Sven Berger; Danielsson, Persson, Murray; Pedretti, Obrist, Reto Schmutz; Rizzello, Hürlimann, Thibaudeau; Neukom, Heitzmann, Hüsler.
Bemerkungen: Bern ohne Moser, Gardner (beide verletzt) und Kinrade (überzählig), Rapperswil-Jona ohne Frei, Flavio Schmutz, Nodari, Friedli, Nils Berger, Lüthi (alle verletzt) und Johansson (überzählig).