Gewissenhafte Aufarbeitung
Es tut uns leid! Die Saison ist vorbei. Leider viel zu früh. Wir blicken sowohl zurück als auch auch nach vorne. Im Rückblick stellen wir uns die Frage: «Haben wir alles falsch gemacht?» Die Antwort ist ganz klar: nein. «Haben wir Fehler gemacht?» Die Antwort ist ganz klar: ja!
Jetzt gilt es, die richtigen Schlüsse und Lehren aus der von A bis Z vermurksten Saison zu ziehen. Nicht einfach schnell schnell, sondern überlegt – möglichst frei von Emotionen. Schnellschüsse bedeuten meistens, dass nicht bis zum Ende gedacht worden ist, sondern dass gehandelt wird, damit gehandelt wurde.
Wenn uns gewisse Journalisten das Denken abnehmen wollen und schon heute der Überzeugung sind, wir müssten sofort alle Ausländer auswechseln, geht es genau in diese Richtung.
Wir jedoch wollen alles beachten und dann Entscheide treffen, damit diese Saison als Ausrutscher in die Annalen eingeht und nicht als Anfang von Ende.
Sie als Fan, Zuschauerin und Zuschauer sollen aber wissen, wie wir vorgehen. Deshalb zeige ich Ihnen gerne eine Kurzversion unseres Fahrplans für die nächste Zeit auf:
Unsere Sportabteilung (Sportchef, Scouts, sportlicher Beirat) hat in einer ersten Phase alle Probleme aufgelistet und besprochen. In einer zweiten Phase machen unsere Coaches das Gleiche. Separat finden Einzelgespräche mit allen Spielern und dem Staff statt.
Zudem haben die Mitglieder der Geschäftsleitung ihre Einschätzung zur Saison schriftlich abgegeben, um das Blickfeld zu erweitern. Diese Aussenansicht wird zusammengefasst und ergibt ein Papier für den Verwaltungsrat. Sie dient parallel zur Analyse aus dem Fachbereich Sport als Gedankenanregung, um allfällige Gefahren aber auch Chancen aufzeigen.
Das Sportmanagement und die Trainer ziehen ihre Schlüsse und formulieren konkrete Anträge. Diese Anträge kommen– je nachdem in Varianten – am Ende des Prozesses in den Verwaltungsrat, wo schliesslich die Beschlüsse für das weitere Vorgehen gefasst werden.
Erst anschliessend wird nach aussen kommuniziert. In diesem Sinne wird jetzt gearbeitet, dann wird gesprochen, dann beschlossen und dann kommuniziert.
Marc Lüthi
PS: Selbstverständlich werden und wurden auch allgemeine Anregungen von der Publikumsseite ernstgenommen und in die Gedanken einbezogen. Eine der meistgestellten Fragen können wir bereits beantworten: JA, es gibt ein neues Dress!