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12.02.2020

Gut gekämpft und doch verloren

Der SC Bern verliert gegen den Leader aus Zürich mit 3:4 nach Verlängerung und liegt damit weiterhin auf einem Playout-Rang.

Einiges hat sich in den Reihen des SCB verbessert, die Mannschaft agierte mit mehr Druck nach vorne und stieg auch mit mehr Biss in die Zweikämpfe. Zwar begannen die Berner noch etwas unsicher, so dass die Zürcher ein klares Chancenplus zu verzeichnen hatten. Trotzdem hiess es nach 2:10 Torschüssen und acht Spielminuten 1:0 für Bern. Jan Mursak brachte sein Team nach sehenswerter Vorarbeit von Ramon Untersander und Mark Arcobello in Führung. Dieses Tor beflügelte die Berner sichtlich und die Torchancen häuften sich. Als ein Zürcher für einen Crosscheck auf die Strafbank wanderte, liessen sich die Berner nicht zweimal bitten und erzielten durch eine schöne Einzelleistung von Thomas Rüfenacht gar das 2:0.

Das Mitteldrittel begann wenig erfreulich für Bern, denn Pius Sutter gelang für die Lions der Anschlusstreffer. Doch immerhin reagierten die Mutzen prompt und konnten nur wenige Minuten später durch Vincent Praplan den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellen. Dies schien den Ehrgeiz der Zürcher nun endgültig geweckt zu haben, denn diese glichen innerhalb von fünf Minuten durch Axel Simic und Phil Baltisberger zum 3:3 aus.

Auch im letzten Drittel versuchten die Berner alles, die wichtigen drei Punkte noch einzufahren, doch der neuerlichen Führungstreffer wollte einfach nicht fallen, selbst in der Verlängerung nicht, als Tristan Scherwey nach 70 Sekunden nur den Pfosten traf. Mehr Glück hatte Pius Sutter, welcher mit einem schönen Solo seinem Team den Zusatzpunkt sicherte.

Noch immer liegt der SCB unter dem Trennstrich, einen Punkt hinter Fribourg, welches jedoch ein Spiel weniger auf dem Konto hat und dahinter sitzen die SCL Tigers und der HC Ambrì-Piotta den Mutzen im Nacken.

Das weitere Programm in dieser Woche ist nicht einfach: Am Freitag gastiert Leader Zug in der PostFinance-Arena, am Samstag steht ein Auswärtsspiel in Biel an.

 

Bern - ZSC Lions 3:4 (2:0, 1:3, 0:0 0:1) n.V.
16'206 Zuschauer. - SR Salonen (FIN)/Fluri, Fuchs/Bürgi.
Tore: 8. Mursak (Untersander, Arcobello) 1:0. 17. Rüfenacht (Pestoni, Moser/Ausschluss Schäppi) 2:0. 27. Suter (Roe, Chris Baltisberger) 2:1. 29. Praplan (Pestoni) 3:1. 31. Simic (Hollenstein, Trutmann) 3:2. 34. Phil Baltisberger (Geering, Suter) 3:3. 63. Suter (Prassl, Noreau) 3:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Roe.
Bern: Karhunen; Untersander, Beat Gerber; Andersson, Blum; Krueger, Henauer; Burren, Colin Gerber; Kämpf, Rüfenacht, Moser; Mursak, Arcobello, Scherwey; Pestoni, Ebbett, Praplan; Berger, Heim, Jeremi Gerber.
ZSC Lions: Ortio; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Sutter, Meier; Chris Baltisberger, Roe, Pius Suter; Bodenmann, Diem, Hollenstein; Pettersson, Prassl, Pedretti; Simic, Schäppi, Sigrist.
Bemerkungen: Bern ohne Grassi, Sciaroni, Bieber (verletzt), MacDonald und Wellman (überzählig), ZSC Lions ohne Blindenbacher, Wick (verletzt), Flüeler (krank) und Krüger (überzählig). Pfostenschüsse: Suter (7.), Andersson (21.), Scherwey (62.).