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12.08.2014

HC Ocelari Trinec: Die Stahlkumpel

Ganz im Osten Tschechiens liegt die kleine Stadt Trinec. Der sportliche Stolz des von der Stahlindustrie lebenden Orts ist der Hockeyklub HC Ocelari Trinec – der erste Gegner des SC Bern in der Champions Hockey League 2014.

Nur knapp 36'000 Menschen leben in der tschechischen Stadt Trinec (deutsche Aussprache: "Tschinez"), am östlichen Zipfel des Landes. Seit dort gegen Mitte des 19. Jahrhunderts Eisenwerke gebaut wurden, lebt die Stadt vorwiegend von der Stahlindustrie. So erstaunt es nicht, dass der lokale Eishockeyklub den Namen HC Ocelari Trinec trägt. "Ocelar" ist der tschechische Begriff für "Stahlkumpel".

1929 als SK Trinec gegründet spielt der Klub in der höchsten nationalen Meisterschaft, der Extraliga. In der Saison 2010/11 wurde das Team zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte tschechischer Meister. Das mag nach bescheidenem Erfolg klingen. Die vergangenen zwei Spielzeiten beendeten die in Rot-Weiss spielenden Stahlkumpel jedoch auf dem dritten (2013/14) und vierten Platz (2012/13). Der SCB wird im ersten Spiel der Champions Hockey League in der frisch renovierten Werk Arena von Trinec also auf einen starken Gegner treffen.

Zu den bekanntesten Akteuren der Geschichte des Klubs gehört der 38-jährige frühere Captain des Teams, Radek Bonk. Der NHL-Erstrundendraft des Jahres 1994 (3. Stelle) spielte unter anderem während zehn Saisons bei den Ottawa Senators, bis er 2009 in seine Heimat zurückkehrte und Trinec ein Jahr später zum Meistertitel führte. Am Ende der vergangenen Saison trat er zurück.

Zu den auffälligsten Spielern des jetzigen Teams zählt Flügel Zbynek Irgl. Der 33-Jährige Tscheche wechselte auf diese Saison hin nach Trinec und soll den Verlust der beiden Topskorer Radek Bonk und Martin Ruzicka wettmachen. Irgl gilt als schneller und fleissiger Flügel. Gecoacht wird Trinec von Jiri Kalous. Der 49-jährige ehemalige Stürmer begann seine Trainerkarriere – wie SCB-Headcoach Guy Boucher – bereits früh, im Alter von 26 Jahren. In seiner ersten Saison an der Bande führte er den österreichischen Verein EC Ehrwald 1993 zum Meistertitel in der zweithöchsten Spielklasse. Seither wurde er als Assistenztrainer zweimal tschechischer Meister mit Slavia Prag. Ein Mann also, der weiss, wie man Spiele gewinnt.

 

Weitere Informationen zur Champions Hockey League:

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Bild: Marian Ježowicz