NL: Genève-Servette HC vs. SCB 4:3 n.V.
Die Partie in der Vernets-Halle begann für die Gäste aus der Bundesstadt denkbar ungünstig. Zwar startete der SCB mit viel Energie und einem aggressiven Forechecking, doch die Kaltschnäuzigkeit gehörte zunächst den Hausherren. In der 8. Minute nutzte der finnische Stürmer Jesse Puljujärvi eine Unkonzentriertheit in der Berner Zuordnung: Nach einem messerscharfen Pass von Sakari Manninen quer durch den Slot hatte Puljujärvi zu viel Platz und versenkte die Scheibe präzise im rechten unteren Eck zum 1:0.
Als Bern wenig später in Unterzahl agieren musste, legten die Genfer nach. Markus Granlund bediente an der blauen Linie erneut Puljujärvi, dessen Schuss von Manninen vor dem Tor unhaltbar abgefälscht wurde. Ein Fehlstart par excellence – doch die Antwort des SCB war beeindruckend. Nur zwei Minuten später, noch immer in Unterzahl, fing Mike Sgarbossa einen Pass ab und lancierte Victor Ejdsell. Der Schwede zog unwiderstehlich von links vors Gehäuse und erwischte Stéphane Charlin zwischen den Schonern. Dieser «Shorthander» war der Weckruf, den die Berner brauchten.
Loeffel trifft gegen Ex-Club
Im Mittelabschnitt agierten die Mutzen nun disziplinierter und provozierten Genfer Strafen. In der 30. Minute übernahm Alexander Iakovenko im Powerplay die Verantwortung. Der Verteidiger zog von der blauen Linie dynamisch in die Mitte und überwand Charlin mit einem platzierten Handgelenkschuss zum Ausgleich. Tristan Scherwey leistete dabei wertvolle Screening-Arbeit vor dem Torhüter.
Die Berner blieben am Drücker. In der 37. Minute – erneut in Überzahl – war es Romain Loeffel, der seine Farben jubeln liess. Er dribbelte sich mutig in den Slot und erwischte den Genfer Schlussmann auf der Stockhandseite zur erstmaligen Berner Führung. Die Wende schien perfekt, doch die Grenats bewiesen ihre Heimstärke. Nur wenige Sekunden vor der zweiten Drittelspause lenkte Puljujärvi einen Abschluss von Berni unglücklich für Adam Reideborn zum 3:3 ab. Ein Tor aus dem Nichts, das die Karten für den Schlussabschnitt neu mischte.
Das letzte Drittel war geprägt von taktischer Disziplin und grosser Leidenschaft. Genf erhöhte den Druck massiv, besonders als Bern gleich zweimal auf die Strafbank musste. Doch die Berner Box stand kompakt, und was dennoch durchkam, wurde von einem glänzend aufgelegten Adam Reideborn entschärft. Der SCB lauerte auf Konter und kam in der Schlussphase selbst noch zu Druckperioden, doch der entscheidende Treffer wollte in der regulären Spielzeit nicht fallen.
Entscheidung in der Overtime
In der Overtime war es schliesslich Vili Saarijärvi, der den Schlusspunkt setzte. Nach einem Zuspiel von Granlund aus der Tiefe hämmerte der Verteidiger den Puck in der 62. Minute unhaltbar in die rechte hohe Ecke.
Trotz der knappen Niederlage darf der SCB mit dem gewonnenen Punkt zufrieden sein. In einer Phase der Saison, in der jeder Zähler zählt, konnten die Mutzen ihren Vorsprung auf die direkten Konkurrenten aus Langnau und Biel sogar leicht ausbauen, da beide Teams ihre Partien am Freitagabend verloren.
Bereits am Samstag (19.45 Uhr) steht das eminent wichtige Derby gegen den EHC Biel in der PostFinance Arena an. Ein Sieg wäre ein riesiger Schritt in Richtung Play-In.
Game Highlights
Präsentiert von der Lindenhofgruppe – ca. ab 23 Uhr auf dieser Webseite weiter unten.
Genève-Servette HC- SCB 4:3 (2:1; 1:2; 0:0; 1:0)
Stadion
Les Vernets
Zuschauerzahl
7’135
Tore
8’ 1:0 Puljujärvi (Manninen, Rutta) | 14’ 2:0 Manninen (Saarijärvi, Granlund) | 16’ 2:1 Ejdsell (Sgarbossa) | 30’ 2:2 Iakovenko (Scherwey, Müller) | 37’ 2:3 Loeffel (Aaltonen) | 40’ 3:3 Puljujärvi (Berni) | 62’ 4:3 Saarijärvi (Granlund, Manninen)
Strafen
GSHC: 3x 2min
SCB: 4x 2min
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