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12.10.2019

Berner Sieg nach Penaltyschiessen

Der SC Bern kränkelt weiter am Umstand, dass er offenbar einen Vorsprung nicht über die Zeit bringen kann.

Wie bereits gestern, als die Berner nach einem Vorsprung von drei Toren gegen die Lakers noch in die Overtime mussten und dort verloren, vergaben die Mutzen auch gegen den HC Davos eine Führung mit zwei Toren in den letzten Spielminuten.
Zumindest hatte der Abend ein Happy End aus Berner Sicht, da sie erstmals in dieser Saison ein Penaltyschiessen für sich entscheiden konnten. Für den SC Bern trafen Calle Andersson und Ramon Untersander. Die beiden Verteidiger sorgten damit für ein positives Ende und das Ende einer Negativserie. Zuvor hatten die Berner in der CHL wie auch in der heimischen Meisterschaft vier Penaltyschiessen verloren und dabei nur ein einziges Tor erzielt!

Eigentlich begann für die Berner das Spiel vor fast ausverkauften Rängen ganz gut. Sie kombinierten gefällig und auch die Defensive stand nach anfänglichen Schwierigkeiten kompakt, so dass die Stürmer vorne zu einigen guten Chancen kamen. Und prompt wurde der SCB für sein Engagement belohnt und ging bis zur 19. Minute durch zwei Treffer von Vincent Praplan in Führung. Doch den läuferisch starken Davosern gelang noch vor Ablauf des Startdrittels der Anschlusstreffer zum 2:1 durch Mattias Tedenby. Bei Spielmitte erhöhte Calle Andersson zum 3:1 für die Berner, die fortan wieder passiver wurden und so oft einen Schritt zu spät kamen. Die Bündner nützten fünf Minuten vor Schluss eine Überzahlgelegenheit zum erneuten Anschluss.
Die Berner Nerven flatterten nun arg und als HCD-Coach Christian Wohlwend Goalie Sandro Aeschlimann rausgenommen hatte, erzielte Topskorer Perttu Lindgren 104 Sekunden vor Schluss den Ausgleich. Der SCB musste zum vierten Mal in Serie in die Verlängerung. Trotz einigen hochkarätigen Chancen des SCB blieb die Overtime torlos, so dass die Entscheidung im Penaltyschiessen fallen musste.

Das nächste Spiel bestreitet der SCB in der CHL am 15. Oktober auswärts gegen Grenoble. Wollen die Berner die Playoffs erreichen, muss ein Sieg nach 60 Minuten her. In der Meisterschaft geht es für das Team von Kari Jalonen am Freitag zuhause gegen den HC Lugano weiter. Danach folgt am Sonntag zu ungewohnter Zeit um 13.00 Uhr das Cup-Spiel gegen den SC Langenthal.

 

Bern - Davos 4:3 (2:1, 1:0, 0:2, 0:0) n.P.
16'945 Zuschauer (Saisonrekord). - SR Hebeisen/Müller, Altmann/Steenstra.
Tore: 12. Praplan (Mursak, Ebbett) 1:0. 19. (18:33) Praplan (Andersson, Mursak) 2:0. 20. (19:14) Tedenby (Lindgren, Marc Wieser) 2:1. 34. Andersson (Ebbett, Koivisto) 3:1. 55. Baumgartner (Lindgren, Ambühl/Ausschluss Ebbett) 3:2. 59. Lindgren (Corvi, Palushaj) 3:3 (ohne Torhüter).
Penaltyschiessen: Palushaj 0:1, Praplan -; Corvi -, Moser -; Tedenby -, Mursak -; Lindgren -, Andersson 1:1; Marc Wieser -, Untersander 2:1.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Bern, 2mal 2 Minuten gegen Davos.
PostFinance-Topskorer: Moser; Lindgren.
Bern: Schlegel; Untersander, Burren; Andersson, Koivisto; Krueger, Blum; Colin Gerber; Grassi, Berger, Pestoni; Ruefenacht, Arcobello, Moser; Praplan, Mursak, Ebbett; Sciaroni, Heim, Scherwey; Jeremi Gerber.
Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Stoop, Guerra; Rantakari, Paschoud; Kienzle; Herzog, Marc Aeschlimann, Eggenberger; Frehner, Ambühl, Bader; Marc Wieser, Lindgren, Baumgartner; Palushaj, Corvi, Tedenby; Meyer.
Bemerkungen: Bern ohne Bieber, Beat Gerber, Kämpf (verletzt) sowie Henauer (Langenthal), Davos ohne Nygren, Dino Wieser, Hischier, Kessler (verletzt). - Lattenschuss: Scherwey (5.). - 30. Krueger verletzt ausgeschieden. - Timeout Davos (58.).