NL: SC Rapperswil-Jona Lakers 4:3 SCB n.V.
Abtasten und starke Torhüter
Die Partie in der St. Galler Arena begann intensiv, doch Torchancen blieben im Startdrittel noch Mangelware. Beide Defensivreihen standen kompakt und schenkten dem Gegner keinen Zentimeter Eis. Wenn etwas durchkam, waren die beiden Torhüter zur Stelle: Connor Hughes parierte die ersten Abschlüsse der Lakers souverän, während Melvin Nyffeler auf der Gegenseite bei Vorstössen von Waltteri Merelä auf der Hut war. Auch eine heikle Unterzahlphase überstanden die Berner dank diszipliniertem Boxplay schadlos, sodass es ohne Tore in die erste Pause ging.
Erster Führungstreffer und heisse Emotionen
Im zweiten Spielabschnitt nahm die Partie richtig Fahrt auf. Im Powerplay war es Dario Rohrbach, der den SCB in der 22. Minute mit einem satten Handgelenkschuss über die Schulter von Nyffeler mit 1:0 in Führung brachte. Die Freude währte jedoch nicht lange: Nur kurz darauf nutzte Dominic Lammer eine Überzahl der Hausherren zum Ausgleich.
Die Lakers drückten nun, und Lammer doppelte in der 30. Minute per «Buebetrickli» zur 2:1-Führung für das Heimteam nach. Unsere Mutzen zeigten jedoch Haltung und blieben dran. In der 35. Minute belohnte Miro Aaltonen den Einsatz in Überzahl: Sein Schuss wurde von einem Gegenspieler unhaltbar abgefälscht und fand den Weg zum 2:2 ins Netz. Nach hitzigen Scharmützeln und einigen Strafen ging es mit diesem Unentschieden in die zweite Pause.
Grosse Moral im Schlussabschnitt
Das dritte Drittel bot Dramatik pur. Zunächst hatten die Berner Glück, als Graf für die Lakers nur die Latte traf. Doch nur wenig später schlug Lammer erneut zu und komplettierte mit dem 3:2 in der 45. Minute seinen Hattrick. Wer glaubte, der SCB sei gebrochen, täuschte sich gewaltig: Nur zwei Minuten später schalteten die Berner blitzschnell um. Emil Bemström übernahm die Scheibe im Slot und versenkte sie eiskalt zum 3:3-Ausgleich.
In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams suchten den Entscheidungstreffer in der regulären Spielzeit. Hughes zeigte mehrfach mirakulöse Paraden und bewahrte den SCB vor einem erneuten Rückstand, während vorne unter anderem Bemström und Marco Müller gute Gelegenheiten ungenutzt liessen.
Bitteres Ende in der Overtime
In der Verlängerung ging es im Drei-gegen-Drei im Eiltempo hin und her. Marco Müller hatte die Riesenchance auf dem Stock, um das Spiel zugunsten der Mutzen zu entscheiden, scheiterte jedoch knapp an Nyffeler. Im direkten Gegenzug kombinierten sich die Lakers in Überzahl durch die Berner Zone: Tyler Moy zog in der 63. Minute direkt ab und traf über die Schulter von Connor Hughes zum 4:3-Endstand.
Lange Zeit zum Trübsalblasen bleibt dem SCB nicht: Bereits am Freitag, 9. Oktober 2026, steht das nächste Kantonsderby an. Der SC Bern empfängt in der PostFinance Arena den EHC Biel-Bienne. Spielbeginn ist um 19:45 Uhr.
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