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11.06.2019

Der spezielle Moment

Am Ende haben wir es wieder geschafft und den dritten Meistertitel in vier Jahren gewonnen. Und danach gab es einen speziellen Moment, den ich nicht vergessen werde.

Der Ausgang des Finals ist bekannt. Wir haben es wieder geschafft und den 16. Meistertitel für den SCB gewonnen. Ein Team arbeitet ab Mai dafür, diesen Moment im April zu erleben. Es ist eine lange Zeit mit viel Auf und Ab. Am Ende den Pokal in die Höhe zu stemmen, mit all den Jungs, mit denen du täglich arbeitest, ist das höchste aller Gefühle. Und einen sehr speziellen Moment werde ich für immer in Erinnerung behalten. In der Garderobe wird gefeiert, getrunken und gesungen. Die Garderobe ist bereits gefüllt mit Gästen. Ich bin gerade bei unserer Musikanlage, um Sound zu machen, da beordert Kari Jalonen alle Spieler in die Garderobe – nur die Spieler und unsere Coaches. Wir hatten unser Sieger-Ritual noch nicht durchgeführt... Es geht dabei um einen Helm, der jeweils dem «hardest worker» des Spiels vergeben wird. An diesem Abend bekommt Kari Jalonen den Helm. Unser Headcoach sagt uns, er wolle diesen kurzen Moment nur für das Team haben. Es wird ruhig in der Garderobe. Wir haben so viel erlebt in dieser Saison. Daran sollen wir uns in diesem Moment erinnern. Auch weil wir nie wieder in dieser Zusammensetzung in einem Raum sitzen werden. Das ist das Spezielle nach jeder Saison. Es gibt danach immer einige Spielerwechsel. Deshalb ist phänomenal schön, wenn man noch einmal mit allen, mit denen man über Monate hinweg tagtäglich geschwitzt und auf dem Eis um Siege gekämpft hat, gemeinsam einen Moment geniessen kann. Die Ruhe endet dann aber natürlich laut und in einem Bierbad für unseren Coach. Anschliessend feiern wir einige Tage. Mehr möchte ich nicht preisgeben, denn da geht es um Erlebnisse, die nur für die Erinnerung der Spieler aus der Saison 2018/19 bestimmt sind.  

In der nächsten Kolumne werde ich nun wieder dort anknüpfen, wo ich mit dem «Gewohnheitstier» aufgehört habe.

(Dieser Beitrag wurde von SCB-Spieler Ramon Untersander im Rahmen einer mehrteiligen Kolumne verfasst.)